HPU/KPU (Pyrrolurie)


Pyrrolurie, auch bekannt als HPU oder KPU, ist eine Erkrankung, die mit der Überproduktion der sog. Pyrrol im Körper einhergeht.

Pyrrole sind ein Nebenprodukt der Hämoglobinsynthese (roter Blutfarbstoff) und sie werden normalerweise mit dem Urin ausgeschieden. Bei Personen mit Pyrrolurie werden sie übermäßig produziert und sie binden an Vitamin B6 (Pyridoxin) und Zink, was zu einem Mangel an diesen Nährstoffen führt. Diese sowie einige weitere Nährstoffe stehen damit dem Körper für zahlreiche andere Prozesse nicht mehr zur Verfügung, sodass es zu Störungen in zahlreichen Organ- und Regulationssystem kommen kann

Die Symptome einer Pyrrolurie zeigen sich sehr unterschiedlich sein und können u.a. Folgendes umfassen:

  • Reduzierte Stresstoleranz
  • Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen oder Gerüchen
  • Verdauungsprobleme
  • Schlechte Traumerinnerung
  • Gelenkschmerzen
  • schnelle/ausgeprägte Ermüdung
  • Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln oder Medikamenten
  • Magen-Darm-Störungen
  • Störungen des Hormonsystems  (Menstruation, Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, usw)
  • Störungen der Schilddrüse
  • Immunschwäche
  • Entgiftungsstörung
  • Schlafstörungen
  • Lern-/Konzentrationsschwäche
  • Aufmerksamkeitsstörungen
  • psychische Belastungen wie Ängste, Depression

Nachweis der HPU erfolgt über einen Urintest. Das Testset ist über meine Praxis erhältlich. Ergänzt wird dieser durch Laborwerte aus dem Blut, um die vorliegenden Nährstoffmängel aufzuspüren.

 

Zur Therapie gehören im wesentlichen diese Elemente:

  • Ergänzung der fehlenden Substanzen zum Ausgleich der Nährstoffmängel
  • Entgiftungsförderung
  • Ernährungshinweise
  • Entstressungsstrategien

Es ist wichtig zu beachten, dass Pyrrolurie eine umstrittene Diagnose ist und in der medizinischen Gemeinschaft nicht allgemein anerkannt ist. 

 

Hier geht es zum Artikel: HPU - eine Stoffwechselstörung