HPU - Pyrrolurie

Vielleicht fühlen Sie sich seit Jahren ständig krank? Leiden Sie an so unterschiedlichen Erkrankungen wie beispielsweise:

 

  • ständige Müdigkeit/Erschöpfung
  • geringe Belastbarkeit
  • Konzentrationsstörungen (ADHS bei Kindern!
  • Reizdarmprobleme
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Schlafstörungen
  • Zyklusstörungen
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • chronische Entzündungen
  • häufige Infekte
  • chronische Infektionen oder Borreliose
  • unklare Nervenentzündungen (Polyneuropathie)
  • unerklärliche Muskel- und Gelenkschmerzen (Fibromylagie)
  • Depressionen
  • Burnout

 

Ausführliche Untersuchungen bei den jeweiligen Fachärzten ergeben zumeist keinen konkreten Hinweis auf eine organische Ursache. Die Beschwerden werden häufig als psychosomatisch eingestuft.


Hier kann die in der Schulmedizin noch nicht anerkannte Stoffwechselerkrankung Pyrrolurie (HPU/KPU) eine Rolle spielen, die für die verschiedensten Symptome verantwortlich sein kann. Eine erste Einschätzung, ob HPU/KPU vorliegt, erfolgt über einen Fragebogen und ein ausführliches Gespräch über die Symptomatik. Klarheit bringt ein spezieller Urintest. Für Kinder reicht der Morgen-Urin, bei Erwachsenen ist der 24-h-Urin aussagekräftig.


 

Pyrrolurie ist eine angeborene oder erworbene Störung des Stoffwechsels. Man geht davon aus, dass ca. 15 % der Bevölkerung davon betroffen sind, aber nur die wenigsten das auch wissen.

Insgesamt ist es oft ein sehr komplexes Geschehen, bei dem noch längst nicht alles offenkundig ist. Möge hier zunächst eine kurze Beschreibung als Einstieg hilfreich sein. Falls Sie sich bei der Auflistung der Symptome wiederfinden, füllen Sie bitte den HPU-Fragebogen aus. Je mehr davon auf Sie zu trifft, um so deutlicher spricht es für eine HPU.

Kennzeichen der HPU ist i.d.R. ein Mangel an den Mikronährstoffen Vitamin B6 und Zink, oft auch Chrom, Mangan und weitere sowie eine eingeschränkte Fähigkeit zur Entgiftung. Belastend ist für viele, dass sie eine zunehmende Anfälligkeit für Stress wahrnehmen.

Da diese Mikronährstoffe für sehr viele und sehr unterschiedliche Prozesse im Körper benötigt werden, führt ein Mangel an diesen dazu, dass verschiedenste Symptome auftreten können, die oft auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben, z.B. Beschwerden im Magen-Darm-Bereich in Kombination mit Zyklusstörungen und  Stressanfälligkeit, möglicherweise ist hier das verbindende Element die HPU.

Auffällig oft ist bei HPU Betroffenen eine erhöhte Sensibilität anzutreffen.

 

Typische Beschwerden oder Merkmale, die unterschiedlicher kaum sein könnten:

  • überstreckbare Gelenke in der Jugend, später meist Gelenkprobleme
  • Infektanfälligkeit
  • Magen-Darm-Probleme
  • Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit,
  • fehlende Traumerinnerung am Morgen
  • Familien, in denen überwiegend Mädchen geboren werden und die sich im Aussehen auffällig sehr ähnlich sind
  • Schilddrüsenstörungen
  • ADHS/ADS
  • schlechtes Kurzzeit-/Namensgedächtnis
  • Depression, psychische Probleme
  • ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl
  • Stressanfälligkeit
  • besondere Sensibilität bezogen auf Sinneseindrücke von außen oder in Bezug auf andere Menschen
  • ....

 In der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen ergibt sich meist durchaus ein schlüssiges Bild, sodass eine gezielte Befragung und das Zusammentragen dieser Symptome dann zur Bestätigung der Diagnose einen Urin-Test auf HPU angeraten sein lässt. 

Aufgrund dieser Ausgangssituation erfolgt dann eine individuell zusammengestellte Therapie. Deren Bausteine sind

  • Ergänzung der fehlende Mikronährstoffe (im Blut werden die relevanten Mikronährstoffe analysiert)
  • Ernährungsumstellung, die Unverträglichkeiten berücksichtigt
  • Entgiftung
  • Entspannung

PS: Oft liest man auch von KPU. Das ist eine verwandte Erkrankung, die ähnliche Symptome verursacht und auch ähnlich behandelt wird.

Ich teste meine Patienten i.d.R. auf HPU.